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5 Euro für den ehrenamtlichen Helfer

Bericht aus dem Kreistag Schaumburg

Die Vorstellung des Senioren – und Pflegestützpunktes des Landkreises Schaumburg in der Sitzung des Ausschusses für  Soziales und Gesundheit am 25.03.2017 war in vieler Hinsicht sehr informativ.

Neben den Sozialarbeiterinnen, die in den Außenstellen Bad Nenndorf, Bückeburg und Rinteln an bestimmten Wochentagen für Beratungsgespräche zur Verfügung  stehen,  ist auch eine Koordinatorin für die ehrenamtlichen Unterstützungsangebote im Einsatz.

Dazu gehören zum Beispiel Nachbarschaftshelfer, Wohnberater, Seniorenbegleiter und Formularlotsen.

Großartig, wenn der oder die Anfordernde  nicht dem ehrenamtlichen Helfer eine  Entschädigung in Höhe von 5 Euro pro Besuch für den ehrenamtlichen Dienst  zahlen müsste, wobei der ehrenamtliche Helfer dies sicher auch verdient hat.

Mit Bezug auf den Presseartikel der Schaumburger Nachrichten vom 24.01.2017  Nenndorf/Rodenberg,   gibt es so viele Bedürftige wie nie zuvor.  Deshalb wird auch die Ausgabestelle der Tafel an der Rodenberger Allee in Bad Nenndorf so oft besucht wie nie zuvor.
Gemäß der Tafel-Koordinatorin beim DRK-Kreisverband Schaumburg, sind die Gründe für die Zunahme vielfältig.  Außer den Flüchtlingen und den vielen alleinerziehenden Müttern mit Kindern, spielt die zunehmende Altersarmut eine Rolle.

Wenn also die  Altersarmut  bekannt ist, stellt sich doch die Frage, warum dann eine Entschädigung von 5 Euro pro Besuch für den ehrenamtlichen Dienst bezahlt werden muss?

Wer im Alter finanziell abgesichert ist, muss nicht auf die ehrenamtlichen Helfer zurückgreifen.
Es trifft also wieder die, die sich überlegen müssen, ob sie sich die Inanspruchnahme  ehrenamtlicher Helfer überhaupt leisten können.

Dabei wird ehrenamtliches Engagement in Schaumburg großgeschrieben!

So ist denn auch die  Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit von Integrationslotsen in Form von Fahrkostenerstattung gegen Nachweis in den für die Sozialarbeit zur Verfügung gestellten Mitteln enthalten.

„Die Sozialarbeit müsse weiter intensiviert werden“, so wird Landrat Farr im Presseartikel der Schaumburger Nachrichten unter der Überschrift  ‚Mehr Geld für Sozialarbeit mit Flüchtlingen‘ vom 02.03.2017 zitiert. Der Landkreis wird im laufenden Jahr 1,38 Millionen Euro für die Flüchtlings-Sozialarbeit aufwenden. Die Kreistagsabgeordneten der Altparteien stimmten dem ohne Vorbehalt zu, denn „es handele sich um gut angelegtes Geld“, oder „es gebe nach wie vor einen dringenden Bedarf an Flüchtlingssozialarbeit“, um nur einige Kommentare zu nennen.

Aber die Menschen, die im Alter unverschuldet auf Hilfe angewiesen sind,  müssen sich die Kosten für ihren Helfer sozusagen vom Munde absparen!

Christa Hardt

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2017-05-23T15:06:25+00:00 Mai 23rd, 2017|

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